SVG Nieder-Liebersbach – KSV Berghausen 16:14

Der Feiertag am Donnerstag, 03.10., zieht uns wie jedes Jahr weg vom heimischen Ochsenbrustfest zu einem Auswärtskampf. Jener fand im fernen Nieder-Liebersbach statt. Leider mussten wir unsere Reise mit geschwächter Mannschaft antreten und viele von uns in höheren Gewichtsklassen ringen. Diese nicht stärkste Aufstellung unsererseits führte zu einer knappen Niederlage, die sich wie folgt ereignete:

57kg FR Beide Mannschaften stellten keinen Athleten auf die Matte.

130kg GR Sebastian Kurth – Konstantin Schulz 4:0 ( TÜ 18:0 )
Im wahrsten Sinne des Wortes schwer hatte es Kosta mit Sebbl. Jener hatte aufgrund einer Differenz des Gewichts von 20kg einen nicht unerheblichen Vorteil zu seinen Gunsten, was den Kampf maßgeblich beeinflusste. Kosta konnte im Standkampf nur rückwärts gehen und gab so Punkt um Punkt an Sebbl ab. Schnell erfolgte die Passivität gegen ihn und im Boden gab er durch einen Durchdreher weitere Punkte ab. Der Kampf war denkbar knapp vor dem Pfiff zur Pause beendet.

61kg GR Nico Reichel – Norbert Kollar 0:4 ( TÜ 0:16 )
Kolbi brachte seinen Gegner in die Bodenlage und begann, ihn durchzudrehen. Die Bemühungen von Reichel, sich dem Griff zu entwinden, waren vergebens. Schnell war die technische Überlegenheit erreicht.

98kg FR Oliver Kurth – Robin Banghard 4:0 ( SS 9:14 )
Robin dominierte zu Beginn klar den Kampf, den er mit einem Doppelbeinangriff und anschließender 4er Wertung einleitete. Weitere Angriffe folgten, schnell stand es 0:12 für Robin. Doch Oli fand nun seinerseits in den Kampf, konnte Robin für eine 1er Wertung ins Aus stellen und kurz darauf durch einen Überwurf 4 Punkte auf sein Konto holen. Pausenstand: 5:12. In der zweiten Hälfte wurde für Robin sein Gewichtsnachteil zum Verhängnis: Ein unsauberer Beinangriff konnte von Oli abgefangen werden, indem er zum Kopfhüftschwung fasste und sich gegen Robin schmiss. Dieser versuchte noch, sich aus der gefährlichen Lage zu entwinden, doch wurde er leider geschultert.

66kg FR Merlin Eckert – Julius Mäkiö 2:0 ( PS 19:14 )
Die Zuschauer beider Mannschaften durften Zeugen eines atemberaubenden Spektakels werden. In diesem Kampf wurden Höhen und Tiefen erreicht, die ich mit Worten nicht exakt wiederzugeben vermag. Merlin holte sich schnell Punkte auf sein Konto, indem er Julius mehrmals ins Aus ringen konnte. Einige Beinangriffe seitens Julius konnten von ihm gut abgewehrt und zum Vorteil genutzt werden. Nach 2min stand es 13:0 für Merlin. Doch hier wendete sich das Blatt. Ein weiterer, beinahe verzweifelter Beinangriff von Julius endete in einer 2er Wertung und in einem resultierenden Ausringen über die Bodenoberlage gewann Julius die Kontrolle über Merlin, der sich nun in der gefährlichen Lage befand. Nur das Pfeifen des Schiedsrichters konnte die Schulterniederlage abwenden. Pausenstand: 13:6. Merlin jedoch machte in der zweiten Hälfte des Kampfes die Punkte wieder gut und nach 4min stand es 19:6, erneut zwei Punkte vor der technischen Überlegenheit. Die Halle tobte, Entsetzen konnte in den Augen unseres Trainers gedeutet werden, heraufsteigender Hochmut in denen des gegnerischen Trainers. Doch in diesem nervenzerreisenden Moment bewahrte Julius die Ruhe, konnte Merlin abermals Punkte abringen, in die gefährliche Lage bringen, beinahe Schultern. Doch er schaffte es, der Niederlage zu entgehen und die Zeit limitierte das Geschehen, zwei Ringer erschöpft auf der Matte zurücklassend, Endstand 19:14 für den Ringer aus Nieder-Liebersbach. Die Millionenfrage: Welcher von beiden blickt mit mehr Zufriedenheit auf den Kampf zurück?

86kg GR Tobias Christ – Stiven Brandy Schäfer 0:4 ( TÜ 0:16 )
Brandy konnte schnell die Passivität gegen Tobias erzielen und ihn in der folgenden Bodenlage durchdrehen. Noch in der Bodenlage wurde der Kampf vorzeitig durch technische Überlegenheit beendet.

71kg GR Colin Eckert – Lukas Becker 4:0 ( TÜ 16:1 )
Lukas gab sein bestes, doch mit Colin stand ihm ein guter Greco-spezialist gegenüber. Dieser beherrschte den Kampf, konnte Lukas aus der Bodenlage heraus ausheben und gewann schließlich nach 4min.

80kg FR Kamil Krzewinski – Steven Roor 0:4 ( SS 0:8 )
Steven machte seinen Gegner im Stand fest, konnte die Bodenlage erringen und Kamil nach 1min schultern.

75kg FR Luke Schneider – Philipp Marks 0:2 ( PS 6:10 )
Auch ich musste in einer höheren Gewichtsklasse ringen, das leider an meinem Ringstil viel änderte. Ich spürte, wie mir jeder Angriff Kraft raubte und meinem Gegner fast keine Anstrengung kostete. Durch Beinaußenangriffe konnte ich meine Punkte erzielen und in Führung gehen, doch lange hätte ich das nicht ausgehalten. Mein Gegner konnte im Stand gut eine Armklammer fassen, und im Verlauf des Kampfes streckte ich ihm sogar freiwillig den Arm hin, da ich wusste, dass er aus der Situation nicht punkten wird und ich mich ausruhen konnte. Leider resultierte ein fehlgeschlagener Beinangriff von mir in der Bodenoberlage von Luke, der mich auch durchdrehen konnte. Am Ende musste ich mich mit einem knappen Punktsieg zufriedengeben.

75kg GR Louis End – Marco Junge 2:0 ( PS 15:8 )
Stier fand gut in den Kampf und konnte gleich in Führung gehen. Mit zwei 4er Wertungen holte er früh 8 Punkte auf sein Konto, doch Louis setzte dagegen und begann in der zweiten Hälfte des Kampfes, Stier im Stand passiver erscheinen zu lassen. Dieser bemerkte sicherlich auch den Gewichtsnachteil, denn oft probierte er im Stand seinen gefürchteten Kopfhüftschwung und Ausheber, doch wurde er von Louis immer abgefangen. Leider schaffte Stier es in der zweiten Hälfte nicht mehr, seinerseits zu punkten.

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